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Lass dein Herz die Entscheidung treffen

Dieses Gefühl, wenn du weißt, es MUSS etwas passieren, du MUSST etwas ändern und du WILLST jetzt eine Entscheidung treffen! Das spürst du innerlich… dein Herz wird warm bei diesen Gedanken und du weißt einfach das es richtig ist! Kennst du das??? Aber VORSICHT: hier schaltet sich meist zeitgleich auch der Verstand und das Ego ein und erzählt dir warum das alles nicht geht! …und er wird dir Gründe dafür nennen, dir Angst machen und dich vielleicht zurückrudern lassen! Vielleicht ist dein Verstand so stark (und das ist völlig normal), dass selbst deine Widerstände, gegen dein jetziges Leben, deinen Job, deine Beziehung, deinen Wohnort…. nicht stark genug sind, um gegen ihn anzukommen. Lese in diesem Blogpost wie du damit umgehen kannst und lass dein Herz stärker sein, als deinen Verstand!

“Those who do not move, don’t notice their chains”

Zeit Entscheidungen zu treffen- keine Widerstände mehr

Nach all den Veränderungen, innen und außen. Nach all den neuen Erkenntnissen über mich und mein Umfeld und dem Verstehen, was ich nicht mehr wollte, fing ich an Entscheidungen zu treffen. Ich begann damit mein Mindset zu ändern. Meine Glaubenssätze aktiv neu zu gestalten, (hier der Link zu meinem Beitrag dazu) meinen Fokus neu auszurichten (lese hier mehr) und meine Widerstände in den Griff zu kriegen . Dadurch entwickelte ich sehr viel innerliche Stärke und mir wurde immer klarer, das ich auch mein Leben im Außen ändern MUSS. Ein Leben zu führen, was mich nicht glücklich macht, was mich nicht schlafen lässt, was mich von meiner Intuition trennt und zwingt meine Kreativität absterben zu lassen war keine Option mehr. Nein. Nie wieder. Es war der richtige Moment für mich Entscheidungen zu treffen.

Die Entscheidung wurde getroffen

So, der Wille war da, der Mut sowieso und die Entscheidung wurde getroffen. Ich kündige meinen Job und werde mir ein Leben aufbauen, welches meinen Bedürfnissen gerecht wird. Diese Entscheidung traf ich relativ schnell, jedoch gab es einen vermeintlichen Haken. Ich war für knapp 2 weitere Jahre an meinen Arbeitgeber vertraglich gebunden und somit in einer etwas verzweifelten Situation. Ich sage bewusst “verzweifelt”, da ich überhaupt nicht wusste, wie ich damit umgehen sollte. Meine Widerstände gegen all das waren riesig. Ich war in einer absoluten Aufbruchstimmung…. bereit für Veränderung…bereit meine Entscheidung in die Tat umzusetzen… und gleichzeitig dachte ich, dass ich es keinen weiteren Tag dort aushalte. Endlich die Entscheidung getroffen für mich und mein Herz einzustehen und dann doch so eine unendlich lange Zeit weiterhin “verschwenden” zu müssen!!! …denn so fühlte es sich für mich an.

“Growth only happens outside of your comfort zone”

Widerstände- wenn du denkst, du explodierst

Ich hatte noch nie so viele Widerstände in meinem Leben wie zu dieser Zeit. Ich dachte manchmal ich würde explodieren. Ich steigerte mich zuerst rein und dann versuchte ich es zu verdrängen. Beides Taktiken, die dazu führten, dass ich meinen Fokus noch mehr darauf legte und die Widerstände somit immer immer größer wurden. Gleichzeitig musste ich weiter funktionieren, diesmal jedoch mit mehr Bewusstsein und Verständnis zu mir und meinen Gefühlen. Das half mir sehr, besser mit meinen Widerständen umzugehen und Wege zu finden, die diese Situation etwas ausgleichen konnten. Wie ich mit meinen Widerständen umgegangen bin und es letztendlich geschafft habe mich mit diesen anzufreunden, beschreibe ich bald in einem eigenen Blogpost.

Die Top 4 Auseinandersetzungen- zwischen Widerständen und Angst

Hier möchte ich erstmal auf ein paar ganz typische Vorurteile und Situationen eingehen, mit denen ich immer wieder konfrontiert wurde und aus denen ich sehr viel gelernt habe. Zum einen gab es da natürlich die formellen Dinge, die erledigt werden mussten, zB meine Kündigung schreiben und einreichen. Viel spannender war aber das, was zu dieser Zeit in meinem Kopf und meinem Herz passierte und welche Ängste und Widerstände mich begleitet haben. Das sind meine Top 4 Auseinandersestzungen des letzen Jahres, die ganz gut meinen State-of-Mind beschreiben:

1.  Angst vor der Freiheit

Dieses monatelange philosophieren über meine baldige Freiheit, in Kombination mit meinen rebellischen Widerständen zu meiner aktuellen Arbeitssituation, war fast durchweg sehr inspirierend und beflügelnd. Ich entschied mich dazu meine Wohnung aufzulösen, alle Möbel zu verkaufen und nur das nötigste zu behalten. Mein Auto hatte ich bereits bei einem kleinen Unfall kurz vorher “verloren”. Somit stand fest, dass ich mich von dem Großteil meines Besitzes trenne. Freiheit pur! Erst als es dann losging und ich zusah wie ich meine Wohnung auflöste, meine Versicherungen gekündigt wurden und meine Verpflichtungen immer weniger wurden, bekam ich hin und wieder ein wenig Angst. Ich konnte spüren, wie Selbstzweifel lauter wurden, wie mein Ego mir Gründe nannte, warum es doch keine gute Idee ist und wie mich die Aussicht auf Freiheit kurz einzuengen schien. Ich kämpfte gegen kurze Widerstands-phasen an. Nach mehr als 30 Jahren in einem sicheren Umfeld, in dem jeder Tag sehr fremdbestimmt war, fühlte sich die baldige Freiheit etwas zu frei an. In diesen Momenten spürte ich, dass ich mich immer wieder auf mein WARUM besinnen musste. Warum mache ich das. Was will ich fühlen. Wer will ich sein. Was macht mich glücklich. Durch Yoga, Meditation und liebevolle Menschen in meinem Umfeld schaffte ich es meine Angst niemals größer werden zu lassen als mein warum. Immer mein Mindset im Blick, wo stehe ich, wohin rutsche ich gerade ab und wie will ich mich aufstellen.

2.  Alle sagen “du bist aber mutig”

…das habe ich so oft gehört…. und habe es nie verstanden! Warum bin ich mutig, wenn ich auf mein Herz höre? Warum bin ich mutig, wenn ich dem Universum und seinem Plan, vertraue. Warum bin ich mutig, wenn ich mich selbst mehr liebe, als das System in dem ich aktuell funktioniere? Wieso bin ich mutig, wenn ich einfach keine Widerstände mehr haben möchte? Wie kann etwas, was sich so verdammt richtig anfühlt, nur durch Mut entstehen? So langsam verstehe ich diese Aussage, aber was ich noch mehr verstehe ist, was diese Menschen für Ängste und Widerstände haben und wie fremd ihnen mein Mindset ist. Es hat mich sehr traurig gemacht zu realisieren, wie schwer es anscheinend ist auf sein Herz zu hören und wie fremd dies für so viele Menschen zu seien scheint. Es hat mir aber auch gezeigt, wie groß mein Vertrauen ist und es war eins der wichtigsten Learnings, um noch mehr meinem Gefühl und meiner Intuition zu folgen. Es war auch unfassbar interessant zu beobachten mit welchen Widerständen ich in der Zeit konfrontiert wurde. Im außen wie in mir.

3.   Mit Selbstliebe und Vertrauen in ein ungewisses Leben

Umso sorglos wie möglich in mein neues Leben zu starten, habe ich die Zeit vor meiner Freiheit auch genutzt Schulden abzubezahlen und etwas Geld zu sparen, dass mir die nötige Freiheit gibt für mindestens 6 Monate unabhängig zu sein. Dafür bin ich sehr dankbar und diese Möglichkeit half mir sehr den Büroalltag zu überstehen. Diese erschaffene Sicherheit in Kombination mit Unabhängigkeit reichte mir aus, um sorgenfrei zu starten. Das fühlt sich alles so unfassbar richtig an, dass es nur so seien kann! Ich vertraue. Ich weiß auch, dass es nicht immer einfach sein wird, das Dinge passieren mögen, die ich zu dem Zeitpunkt nicht verstehe, die aber auch irgendwann richtig seien werden. Warum ist es mir egal, dass ich nicht in die Rente einzahle? Warum kümmert es mich nicht, dass ich eventuell eine zeitlang nur sehr wenig Geld verdienen werde? Warum macht es mich nicht nervös nicht zu wissen, welchen Job ich ausführen werde? Alles gute Fragen…. auf die ich nur eine Antwort habe. Selbstliebe und Vertrauen. Mein Mindest hat mich geretttet. Ich bin gesund, ich bin voller Freude, ich bin kreativ, ich gebe mir Zeit und Raum zu wachsen.

4.  Meine Oma hielt mich für verrückt- und ich konnte ihr nicht böse sein

Meine Oma hat mir immer wieder gesagt bzw mich darum gebeten doch Zuhause zu bleiben, den Job weiter zu machen und einfach alles so zu belassen, wie es ist. Sie versteht nicht wie viele Möglichkeiten es gibt und das man unabhängig und frei leben kann, selbst bestimmen kann und sich erlauben darf, glücklich zu sein. Ich bin sehr oft auf Unverständnis gestoßen…. Manche Menschen hielten mich für Überheblich, manche für naiv und manche einfach nur für dumm. Aber das ist auch ok. Ich kann das verstehen. Auch ich habe sehr viele Jahre andere Bedürfnisse und Prioritäten gehabt. Nicht jeder erlaubt sich die Augen zu öffnen, nach Innen zu schauen und nachzufühlen, was richtig und falsch ist. Nicht jeder hinterfragt seine Widerstände und schaut wie er aufgestellt ist und gleicht dies mit seinem Herzen ab. Nicht für jeden ist es so einfach wie für mich und jeder muss seine ganz eigene Wahrheit finden. Umso schöner war es, wenn Menschen mir mit Verständnis und Begeisterung begegnet sind, obwohl sie meinen Plan für verrückt hielten! Diese Momente habe ich besonders in Erinnerung behalten und sie haben mir Mitgefühl und Toleranz gelehrt.

An welchem Punkt befindest du dich gerade? Welche Gedanken und Gefühle beschäftigen dich zu deiner persönlichen Freiheit? Bist du noch im Hamsterrad und willst ausbrechen oder sind deine Ängste und Hürden noch zu groß? Lass mir doch ein Kommentar da und beschreibe mir deine Situation.

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6 Comments

  1. Hallo Julia,
    wenn ich deinen Post so lese, bekomme ich richtig Lust auch so mutig zu sein. 😀
    Nach der Elternzeit zurück in dieses piefige Büro kann ich mir garnicht vorstellen!! Ich glaub ich muss auch lieber ein bisschen mit Baby und Freund reisen <3

    • Julia Reply

      Hey Kea! Danke für dein Kommentar! Es freut mich sehr, falls ich dich zu einem mutigeren und freieren Leben motivieren kann 🙂 Halte ich doch mal auf dem Laufendem wie deine Pläne mit Baby so voranschreiten… das würde mich sehr interessieren.

  2. Wow sehr gewagt und gleichzeitig muss ich sagen Respekt!! Wohnung auflösen und Job kündigen ist sehr mutig. Aber ich kann fühlen wie wichtig dir dieser Schritt war und wie viel dir diese Freiheit bedeutet.

    Was machst du jetzt in deiner neu gewonnenen Freiheit?

    • Julia Reply

      Hallo liebe Katja! Tausend Dank für dein Kommentar… das bedeutet mir viel und das du sagst, du kannst fühlen wie wichtig mir dieser “mutige” Schritt war/ist, zeigt das du sehr viel Mitgefühl und Verständnis hast – danke dafür! <3
      Wie es bei mir weiter geht, kannst du in den folgenden Blogposts lesen 😀 ...aber soviel sei gesagt - nach einer kurzen "Eingewöhnungsphase" in Deutschland befinde ich mich nun auf großer Reise durch Mittelamerika und zu mir <3

  3. Amazing article! So inspiring! 🙂 you write so beautifully!! Love the paragraph about your grandma and how others perceive your decision… it’s so so true. Last August I quit my job, apartment and went traveling, became a yoga teacher and I just came home and most people think I’m just naive or crazy for wanting to follow my heart and be happy. Anyway can’t wait to read more about your adventures! And I’m going to stalk your blog to practice my german 🙂

    Continue being your awesome inspirational self ❤️

    Alex

    • Julia Reply

      Hey Alex! Wow… so incredibly nice to read your comment <3 Thank you!!! I became a Yoga Teacher too last year! Where did you do your TT?
      Guess what... I really really don't think you are naive - you are brave, courageous and wild - stay that way <3 Follow your heart and the universe will show its magic!
      How does it feel to be back now? I am traveling now too, being in Central America right now and love it.
      Please come back to my blog and keep me updated on your story too - would love to hear more about it

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