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Verletzlichkeit-Gefühle-zeigen


Niemand will verletzt werden, niemals

Niemand möchte gerne verletzt werden. Emotional oft noch weniger als körperlich. Es ist ein fester Glaube, dass wir uns davor schützen müssen und am besten große Schutzbarrieren aufbauen sollten, damit wir NIEMALS verletzt werden können! Was uns aber dabei alles entgeht, wird uns leider nicht gesagt… und das übernehme ich jetzt mal 🙂 Verletzlichkeit ist ein sehr großes Thema für mich. Nachdem ich herausgefunden habe welches tiefere Gefühl mich oftmals zurückhält meine Gefühle zu zeigen, habe ich auch verstanden, dass es letztendlich nur darum ging nicht verletzt zu werden. Dieses Verhalten ist so tief verankert, dass es unterbewusst geschieht und daher brauchen wir viel Wissen, Bewusstsein und Mut zur Veränderung. Ich möchte dich an meinen Erfahrungen und an meinem Weg teilhaben lassen, damit du verstehst, warum es sich lohnt, das „Risiko“ einzugehen. Für mehr Gefühl, mehr Authentizität und mehr Liebe in deinem Leben und somit auch in unserer Welt.

„What makes you vulnerable, makes you beautiful.“ – Brene Brown

 

„Ich wünschte, ich hätte meine Gefühle gezeigt“

Vor einiger Zeit wurde mir von einer Studie erzählt, die Sterbende begleitet hat. Es ging darum herauszufinden, was sie in ihrem Leben am meisten bereuen. Die Antworten sind genauso traurig wie erschreckend! Erschreckend, weil so eindeutig und gleichzeitig traurig, da wir anscheinend die wirklich wichtigen Dinge im Leben vernachlässigen bzw. während Lebzeiten als nicht so wichtig bewerten, da unsere Ängste oft zu groß sind.

Das hier sind die drei meist genannten Antworten:

  1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.
  2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühlen zu zeigen.

Wenn du mehr über die Antworten und ihre Gründe erfahren möchtest, die Menschen vor ihrem Tod bereuen, empfehle ich dir den Artikel von Katharina der auf Glücksdetektiv erschienen ist. In meinem Artikel möchte ich auf den 3.Punkt eingehen. Warum wir oft nicht den Mut haben unsere Gefühle zu zeigen. Für mich steht das im direkten Verhältnis zu unserem Schutzmechanismus vor Verletzung. Es zeigt auch, wie wichtig es ist, diesen Mut aufzubringen!

 

Warum haben wir Angst verletzt zu werden?

Die Antwort ist klar – weil es weh tut. Verletzungen schmerzen. Umso authentischer wir sind und umso wichtiger uns die Situation oder der Mensch ist, umso schmerzvoller ist auch die Verletzung. Dieser Schmerz kann sich in unterschiedlichen Gefühlen äußern, z.B.:

  • Scham
    • Wir halten uns mit unserer Meinung oder unseren Wünschen zurück, da wir befürchten, dass diese nicht passend sind in diesem Moment.
  • Ablehnung
    • Wir zeigen unsere Gefühle nicht, da wir Angst haben, dass diese nicht erwidert werden.
  • Trauer
    • Wir teilen unsere Wünsche nicht, da wir Angst haben, dass die Reaktion darauf einen tieferen Schmerz in uns auslöst.
  • Wut
    • Wir verstehen nicht, warum unser Gegenüber uns nicht versteht und fühlen uns daher frustriert oder wütend.

 

Alles Gefühle die wir gerne ablehnen und nicht fühlen wollen. Ich übrigens auch nicht. Was ich aber versuche anders zu machen ist, mich nicht selber noch zu bestrafen, wenn ich diese Gefühle fühle, sondern diese als einen Teil von mir anzusehen, genauso wie Freude und Dankbarkeit. Diese ausgelösten Gefühle können ihren Ursprung auch ganz woanders haben. Ich versuche immer mehr, meine Gefühle zu zeigen und sie zum Ausdruck zu bringen. Es kann gut sein, dass Verletzungen aus der Kindheit oder Jugend noch nicht geheilt sind. Diese Wunden suchen sich immer wieder einen Weg an die Oberfläche und wir verbinden sie mit aktuellen Situationen. Unser Verstand verknüpft also diese alten, nicht geheilten Schmerzen mit neuen Triggern (Auslösern). Das führt dazu, dass wir sie immer wieder fühlen. Das kann auch dazu führen, dass eine aktuelle Situation etwas Schmerzliches in dir auslöst, du diesen alten Schmerz auf die gegenwärtige Situation projizierst, obwohl er eigentlich einen anderen Ursprung hat. Du fühlst in diesen Momenten oftmals deine Verletzlichkeit.

Dir ist vielleicht aufgefallen, dass Brene Brown einen großen Einfluss auf meine Entwicklung hatte und immer noch hat und ich sie immer wieder zitiere und ihre Bücher empfehle. Schau dir ihren inspirierenden TED Talk zu diesem Thema an und lass dich motivieren deine Verletzlichkeit zur Stärke zu machen! Das Video ist auf English, du kannst aber einfach den deutschen Untertitel einstellen. THE POWER OF VULNERABILITY!


Partnerschaft – tut weh und heilt zugleich

In Partnerschaften lässt sich das besonders gut beobachten. Hier wollen wir eine tiefe Bindung eingehen, viel Zeit miteinander verbringen und unser Leben teilen.

„Unser tiefes Bedürfnis nach echten Verbindungen zeigt sich hier besonders deutlich.“

 

In einer Partnerschaft ist es schwierig unsere Gefühle zu verstecken und wir bemerken eher, dass wir mehr bekommen, wenn wir unsere Gefühle zeigen. Trotzdem fällt es uns sehr schwer uns zu öffnen, uns verletzlich zu zeigen – so wie wir sind. Da gerade hier, wenn wir uns öffnen, der Schmerz der Verletzung besonders hoch ist. Das führt dazu, dass wir aus Angst und nicht aus Liebe handeln. Aus Angst vor Verletzung. An dieser Stelle ist unser Verstand stärker als unser Herz und gibt uns genügend Gründe, warum wir uns schützen müssen. Leider sagt uns unser Verstand nicht, was wir verpassen und warum es sich lohnt aus Liebe zu handeln.

 

Angst vs. Verletzlichkeit in Beziehungen

Merke dir, Liebe ist immer ein warmes, offenes, wohlwollendes Gefühl. Ein Gefühl von Vertrauen und Freiheit. Angst erkennst du an einem engen, unwohlen, verletzen Gefühl. Eifersucht, Verlustangst, Missgunst sind nur einige davon. Meistens vermischen wir diese Gefühle und glauben zum Beispiel, dass unser Partner uns nicht genug liebt, wenn er nicht eifersüchtig ist. Das ist aber ein Trugschluss. Das Gefühl Eifersucht entsteht aus Angst und einem Mangel in unserem Partner. Liebe hat nichts mit Besitz zu tun… und nichts mit Manipulation. Frage dich daher immer aus welcher Intention du handelst.

„If we want to live and love with our whole hearts, and if we want to engage with the world from a place of worthiness, we have to talk about the things that get in the way – especially shame, fear and vulnerability” – Brene Brown

 

Solche, an eine Beziehung geknüpften, Ängste zu haben ist ziemlich normal. Verurteile dich nicht, wenn du merkst, dass du sie hast. Ein wichtiger Schritt ist aber, dies wahrzunehmen, darüber zu sprechen, deine Gefühle zu zeigen und so einen offenen und ehrlichen Umgang mit ihnen zu finden. Das wird dir auch helfen immer bewusster damit umzugehen.

 

Stehe zu deinen Gefühlen und bring sie zum Ausdruck

Sage deinem Partner, wenn du Eifersucht spürst, sage ihm genau wie du dich dabei fühlst und was dieses Gefühl in dir ausgelöst hat. Deinen Gefühlen eine Stimme zu geben ist ein erster Schritt sie bewusst zu fühlen und sie zum Ausdruck zu bringen. Werfe deinem Partner dabei nicht sein Verhalten vor, sondern berichte ihm, was sein Verhalten in dir ausgelöst hat. Aus deiner Sicht. Letztendlich hat dein Partner nichts mit deinen Gefühlen zu tun. Vor allem nicht, wenn durch ihn ein altes verletztes Gefühl aus der Kindheit ausgelöst wird oder du aufgrund einer vorherigen Partnerschaft besonders misstrauisch bist. Dafür kann dein aktueller Partner nichts und auch er muss erst lernen, mit deiner Geschichte umzugehen.

 

Wie dich deine Verletzlichkeit heilen kann

In solch einer Situation, also wenn du deine „schlechten“ Gefühle mitteilst, machst du dich verletzlich. Du zeigst Verletzlichkeit und machst dich angreifbarer. Das ist aber auch der einzige Weg, um deinem Partner zu zeigen, wie du dich fühlst, um dadurch eine vertraute Basis für ein tieferes Zusammensein zu erschaffen. Ein Zusammensein, basierend auf Vertrauen, Offenheit und Verständnis. Du erschaffst also eine bessere Situation, indem du deine Verletzlichkeit zeigst. Ihr als Paar werdet dadurch zusammenwachsen und eure Partnerschaft wird stärker.

 

Unser Verstand will keine Gefühle zeigen

Unser Verstand will leiden und keine Gefühle zeigen, das kann er besonders gut und erschafft immer wieder einen Raum, wo er sehr aktiv sein kann. So sucht er sich ständig Situationen wo er genau das tun kann. Er wird zu einem Schmerzkörper und füttert diesen mit Leid und Verletzungen. Dies löst wieder Gefühle in uns aus. Gefühle, die auf Angst basieren und die uns schnell beherrschen können. Ich neige dazu mich sehr schnell an meine Gedanken, meinen Verstand und mein Ego „anzuheften“. Das heißt, dieser Teil in mir kann sehr schnell, sehr laut werden und ich fühle diesen dann sehr deutlich. In diesen Momenten wird diese Angst dann zu meiner Realität und all meine Entscheidungen und Handlungen basieren darauf. Das ist sehr gefährlich und entspricht nicht meiner wahren Natur. Total losgelöst von meiner Intuition spüre ich das Leid in mir und wie ein Teil von mir dieses Leid fühlen will.

Wenn du diesen Prozess auch bei dir beobachten kannst, nehme ihn so wahr und schaue ihn dir an. Zum einen ist das ein völlig normales und ständig passierendes Verhalten – unser Verstand wird immer da sein und er wird ständig versuchen einzugreifen und uns Angst zu machen. Daher ist dieser „Hang zu Leid“ erstmal nichts schlimmes. Schlimm wird es erst, wenn wir uns damit identifizieren und uns davon beherrschen lassen.

„Du bist nicht deine Gedanken“ – Eckhart Tolle

 

Die Identifikation mit deinen Gedanken erzeugt Schmerz

Erkenne an, dass dies lediglich Gedanken sind, die dein Verstand produziert hat. Dein Verstand, der durch Medien, Erziehung, Gesellschaft und Dinge im Außen, trainiert wurde und dir meistens Dinge erzählt die du tun solltest oder müsstest… aber selten sagt er dir, was richtig für dich ist. Hast du dich schon mal sagen hören: Das beste für mich wäre, meine Gefühle und meine Verletzlichkeit zu zeigen? Wahrscheinlich eher selten.

Um dieser zu großen Identifikation mit deinen Gedanken gegenzusteuern, kannst du dir verschiedene Methoden aneignen. Die Meditation lehrt uns zum Beispiel, wie wir unseren Fokus neu ausrichten können und wie wir uns bewusst dafür entscheiden können, worauf wir unseren Fokus richten. Das hilft dir dabei, nicht an dem Leid anzuhaften, sondern es loszulassen und zu akzeptieren. Desweiteren erfordert es sehr viel Bewusstsein. Bewusstsein und eine ständige Erinnerung daran, dass du dich in jeder Sekunde neu entscheiden kannst. Entscheiden wie du reagierst, wie du bewertest, ob du verletzt bist oder es als Chance zu mehr persönlichem Wachstum und Heilung deiner Wunden ansiehst. Als Chance deine Gefühle zu zeigen.

…großes Thema… und noch lange nicht alles gesagt. Ich hoffe, verständlich dargestellt zu haben, wie die Zusammenhänge zwischen, Verstand und Herz, Leid und Freude und vor allem Verletzlichkeit und Härte sind.

 

Warum es sich lohnt das Risiko einzugehen verletzt zu werden

Also auch wenn das alles irgendwie logisch und nachvollziehbar ist, heißt das leider noch nicht, dass eine einfache Erklärung ausreicht, um sein Verhalten zu ändern. Dazu muss es meistens „Klick“ machen… das geschieht oft, zu einem unvorhersehbaren Moment, wenn man sich zum x-ten Mal mit dem Thema beschäftig. Und dazu möchte ich dich motivieren! Lese hier welche wundervollen Dinge du in dein Leben ziehen kannst, wenn du dich traust mehr Verletzlichkeit zuzulassen.

  1. Wir wollen gesehen werden

    • Kennst du diesen Moment, wenn du einen Menschen triffst, er oder sie dich anschaut und direkt in deine Seele blickt? Du spürst direkt das dieser Mensch weiß was du denkst, und du fühlst eine Verbindung zu ihm. Das ist ein wunderschönes und berührendes Gefühl. Und genau das passiert, wenn wir unsere Schutzmauern fallen lassen. Nur wenn du dich zeigst wie du bist, deine Verletzlichkeit zeigst, kannst du auch gesehen werden. Warte nicht auf diese besonderen Menschen, die die Gabe haben, dich zu sehen wie du bist – sondern ZEIG DICH! Mit allem was du wundervolles bist. Lass Menschen sehen und spüren was alles in dir ist, welche Vielfalt du in dir trägst und inspiriere sie zu mehr Authentizität. Wenn du diese Signale sendest und deine Energie in die Welt trägst, wirst du automatisch auch dieselbe anziehen – nicht nach einem Tag, aber nach einiger Zeit. Mache dein Leben magischer, echter und gib ihm mehr Tiefe!
  1.  Wir sehnen uns nach tiefen Verbindungen

    • Eine wirklich tiefe Verbindung, ob zu einem Partner, der Familie oder Freunden kann nur existieren, wenn wir uns öffnen und den Mut aufbringen authentisch zu sein und unsere Gefühle zu zeigen. Wir müssen den Menschen um uns herum die Chance geben, genau zu verstehen wer wir sind und wie wir uns gerade fühlen, denn nur so können diese auch entsprechend reagieren. Das ist der einzige Weg. Entscheide, welche Menschen deine Vielfalt kennenlernen sollen und mit wem du tiefer gehen möchtest. Sei mutig und mache dich verletzlich, sei wer du bist und baue vertrauensvolle Beziehungen auf.
  1. Wir wollen unsere Intuition stärken, kreativ sein

    • Wir sind dann kreativ, wenn wir uns trauen auch Fehler zu machen. Wenn wir Neues ausprobieren, wissen wir nicht, was das Ergebnis oder die Folgen seien werden. In diesem Moment machen wir uns automatisch auch verletzlich. Das heißt auch, dass ohne Verletzlichkeit keine Kreativität möglich ist. Sehe dein Verhalten als einen kreativen Prozess an und erlaube dir auch zu handeln und zu entscheiden, ohne das du exakt weißt, was passieren wird. Nachdem ich das Malen wieder für mich entdeckt habe und dabei sehr deutlich gespürt habe, wie es sich anfühlt, rein intuitiv zu handeln, habe ich entschieden den Großteil meines Lebens genauso zu leben. Geleitet von meiner Intuition. Kreativ und frei. Ich habe akzeptiert, dass ich nicht immer vorher wissen muss, was in Schritt XYZ passiert und mich erstmal auf das fokussiert, was jetzt wichtig ist. Die vermeidliche Sicherheit die dein Verstand haben möchte, immer alles zu planen und zu wissen, entspringt nicht deiner Intuition, sondern aus deiner Angst.
  1. Wir sehnen uns nach Annahme und Akzeptanz

    • Uns selbst zu akzeptieren und anzunehmen ist in den meisten Fällen ein langer Prozess. Es erfordert viel Übung und Bewusstsein. Es geht dabei meistens um die Eigenschaften und Gefühle, die wir als negativ bewerten, da wir diese nicht „wollen“ und diese Gefühle dann auch versuchen nicht zu zeigen. Der erste Schritt dazu ist, sich über diese bewusst zu werden und diese auch zu fühlen und zu zeigen. Gebe diesen „negativen“ Gefühlen oder Eigenschaften eine Stimme und spreche darüber – mach dich verletzlich. Oftmals lösen bereits diese ersten beiden Schritte ganz viel aus: 1) Bewusstheit über die eigenen Gefühle und wie wir diese bewerten und 2) das Aussprechen dieser. Wenn wir das tun, stellen wir häufig fest, dass sie sich ein Stück weit auflösen, an Bedeutung verlieren und wir können unsere unterbewusste Identifikation zu ihnen mindern. Das kann uns einen sehr großen Schritt näher zu uns selbst bringen! Und es ist ein wunderschöner Prozess unsere Gefühle zu zeigen und auszusprechen und sie nicht in uns zu bekämpfen.
  1. Wir sehnen uns nach Selbstvertrauen

    • Hier ein Beispiel… stell dir vor, du hast dich nie getraut deine Meinung einem Freund offen und ehrlich zu äußern, da du Angst davor hattest, dass dein Freund nicht zustimmen oder deine Meinung ablehnen könnte. Alleine dieser Glaube, der von deinem angstgesteuerten Verstand produziert wurde, hielt dich davon ab, deine ehrliche Meinung zu teilen und deine wahren Gefühle zu zeigen. Und obwohl du innerlich eigentlich immer schon einem anderen Impuls folgen wolltest, hat dich deine Schutzmauer davon abgehalten. Aus Angst vor Verletzung hast du es nie zugelassen und somit noch nicht mal probiert. Also vertraust du deinem Verstand mehr als deinem Gefühl und gibst dir nicht die Chance es auszuprobieren. Nun nehmen wir an, du überwindest deine Angst, äußerst in der nächsten Situation mit deinem Freund/Freundin deine Meinung und diese wird angenommen und du konntest dadurch endlich zu dem Thema deinen Teil beitragen und deine Gefühle zeigen und sogar noch eine andere, hilfreichere Betrachtungsweise einfließen lassen. Damit hast du eine Situation herbeigeführt, in der du dir bewiesen hast, dass es sich lohnt ein Risiko einzugehen und deine Gefühle zu zeigen. Dieses authentische und echte Verhalten wird dir Kraft geben und gleichzeitig hast du dir bewiesen, dass dein Gefühl mehr Vertrauen verdient hat, als dein Verstand.
  1. Authentisch ist das neue Cool

    • Ja so ist es… keiner will mehr unechte, überspielte oder unreale Menschen sehen. Wir sind von so viel Fake umgeben. Im TV, der Werbung, im Beruf… vieles wird beschönigt, dramatisiert oder heruntergespielt. Willst du eine uniformierte Puppe sein, die mitschwimmt oder dein eigenes Licht in die Welt tragen?? Es tut so gut mal wieder echten Menschen mit echten Gefühlen zu begegnen. Niemand ist perfekt und das zu sehen tut gut! Menschen, die mir immer sagen, dass alles toll und fantastisch ist, langweilen mich und ich glaube es geht sehr vielen Menschen so. Sei ein Vorbild und stehe zu deinen Gefühlen und deiner Meinung. Zeige dich der Welt, so wie du bist und genieße die Vielfalt die in dir steckt. Das alleine wird dir so viel Vertrauen schenken, dass Momente der Verletzlichkeit unbedeutend werden.
  1. Alte Verletzungen wollen geheilt werden

    • Wir ziehen unsere Schutzmauern besonders hoch, wo alte und tiefe Verletzungen sitzen. Diese schmerzen am meisten. Unser Verstand verknüpft diese alten Gefühle zwar gerne mit neuen und aktuellen Situation, so dass wir immer wieder leiden „dürfen“, jedoch hilft er uns nicht dabei, diesen Schmerz auch zu heilen. Dazu braucht es mehr Bewusstsein. Indem wir aber unsere Schutzmauer sinken lassen und das Gefühl vollständig zulassen, haben wir die Chance auf Heilung. Der Unterschied hier ist wie folgt:
      • 1) das alte Gefühl wird getriggert und unser Verstand stürzt sich direkt darauf und analysiert warum es uns so schlecht geht und warum wir so leiden müssen – das ist Fühlen mit Schutzmauer. Eine ständige Analyse und Gedankenkarusell, ohne wirkliche Lösung oder Veränderung. Wir drehen uns im Kreis.
      • 2) das alte Gefühl wird getriggert und wir lenken unsere Aufmerksamkeit auf die Empfindung im Körper und somit weg von unseren Gedanken. Wir lassen das Gefühl vollständig zu und trauen uns – ohne Mauer – dieses zu fühlen. Ohne Analyse, ohne warum – einfach nur fühlen. Das ist gleichzeitig die völlige Annahme unseres Gefühls und wir geben ihm einen Raum da zu sein und erlauben ihm zu heilen. Into sense quasiJ

Wir vermeiden dieses vollständige Fühlen oft, da wir denken wir könnten unsere Gefühle nicht aushalten. Das stimmt aber nicht. Wir sind gemacht zum Fühlen. Gemacht um unsere Gefühle zu zeigen. Fühlen ist unsere wahre Natur.

 

Mit diesen Tipps lernst du deine Verletzlichkeit zu lieben

Wenn dich die zahlreichen oben genannten Vorteile jetzt motiviert haben zu MEHR RISIKO, WENIGER LEID, MEHR GEFÜHL und MEHR VERLETZLICHKEIT, für ein authentisches und erfüllteres Leben, dann probiere doch mal die folgenden Tipps aus. Nicht jedes mag in dein Leben passen, aber vielleicht kannst du dich mit dem ein oder anderen anfreunden und versuchen in dein Leben zu integrieren.

  1. Fühle mehr und zeige deine Gefühle

  • Wenn du mehr fühlst, bist du deinem Herzen näher und lebst mehr dein wahres Selbst. Das wiederrum stärkt dein (Selbst-)Bewusstsein und dein Verlangen mehr und immer öfter du selbst zu sein. Das wird dich motivieren und dir das Vertrauen geben was du brauchst. Dich zu verstellen wird dir immer schwerer fallen und du wirst deinen Gefühlen automatisch mehr Aufmerksamkeit schenken.
  • Ein weiterer guter Grund dafür ist übrigens auch nicht krank zu werden… denn unterdrückte Gefühle schaden dir schneller als du denkst!!
  1. Entscheide dich für deine Verletzlichkeit

  • Triff bewusst die Entscheidung für dich und dein Leben. Übernehme so Verantwortung für deine Taten und mache dir bewusst das nur du selbst etwas ändern kannst. Durch die bewusste Entscheidung für mehr Verletzlichkeit und all ihre Benefits, wirst du den Mut und die Energie bekommen, die du dafür brauchst.
  1. Jeder Tag ist eine neue Chance

  • Heute muss nicht so sein wie gestern. Dein Arbeitstag morgen kann anders sein als heute und das nächste Wochenende kann anders verlaufen, als die bisherigen. Das hängt alles von deiner Bewertung und Reaktion ab. Verhalte dich anders (authentischer), reagiere anders (weniger oder mehr) und lass dich überraschen wie neu und vielleicht einfacher, lustiger, leichter dein Leben sein kann.
  1. Erinnere dich regelmäßig an die Benefits

  • Das hilft ungemein. Vor allem im stressigen Alltag. Klebe dir einen Zettel an den Spiegel oder formuliere dir ein paar Sätze, schreib sie nieder in dein Tagebuch und lese sie jeden Tag durch. Neue Gewohnheiten brauchen zuerst etwas Disziplin bevor sie in Fleisch und Blut übergehen. Daher unterstütze dich dabei so gut es geht und erinnere dich so oft es geht daran! Eine gute Übung ist es, dir jeden Abend kurz aufzuschreiben, wann du deine Gefühle gezeigt hast und wie es sich angefühlt hat. So siehst du die Resultate schwarz auf weiß 🙂
  1. Deine Verletzlichkeits – Challenge

  • Erzähle es deiner besten Freundin und ziehe sie mit ins Boot! Besprecht euch regelmäßig und berichtet euch, welche Erfahrungen ihr gemacht habt. Wo war es besonders schwer so zu sein wie ihr seid? In welcher Situation wurdet ihr tatsächlich verletzt? Welche Verletzungen wurden getriggert und wie hat sich der Schmerz angefühlt? Wo hat es gut geklappt und in welchem Moment kam es anders als gehofft? Tauscht euch aus und profitiert gegenseitig von euren Erfahrungen und Gefühlen

  

Mir persönlich hat die Auseinandersetzung mit dem Thema Verletzlichkeit unfassbar viel gebracht. Für mich ist es eins der wichtigsten Themen… vor allem, wenn man (wie ich) seine Gefühle eher zurückhält. Seitdem ich meine Gefühle zeige und mich somit verletzlich mache, werde ich a) sehr viel öfter mit meinen Schattenseiten und Ängsten konfrontiert – was mir dann wieder die Möglichkeit gibt persönlich zu wachsen und b) konnte ich durch das bewusste fühlen meiner Gefühle die Liebe zu mir selbst um das 100-fache erhöhen und gleichzeitig einige meiner tieferen Wunden heilen. Wenn dich das Thema interessiert, schaue mal auf der Seite Seelenrave vorbei! Der wundervolle Ludwig beschreibt das Thema auch super schön. Und das gleiche wünsche ich mir für dich! Mehr Gefühle, mehr Verletzlichkeit, mehr persönliches Wachstum, mehr Selbstliebe!

Meine Empfehlungen für dich:

  1. Du interessierst dich was Menschen Im Angesicht des Todes bereuen? Die fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen, beschreibt und erklärt Katharina von Glücksdetektiv in ihrem Artikel sehr schön und klar
  2. Eins der besten Bücher die ich zu Verletzlichkeit gelesen haben. Eine absolute super Empfehlung für euch. Brene Brown rockt das Thema so eindringlich und erklärt auf eine sehr sensibele Weise , wie wir Menschen sind und nach was wir uns sehnen.
  3. Hier bekommst du einen visullen Eindruck von Brene Brown von einem ihrer Ted Talks: The power of vulnarability ( Das Video ist auf englisch. Du kannst in den youtube settings einfach die deutschen Untertitel einstellen)
  4. Meditation als Weg zu deiner Verletzlichkeit. Wie kann dir Meditation dabei helfen und wie fängst du überhaupt damit an?
  5. Was machen unterdrückte Gefühle mit uns? Erfahre hier, wie so es so wichtig ist deinen Gefühlen eine Stimme zu geben
  6. Ludwig von Seele`N`Rave hat einen sehr ehrlichen und schönen Artikel dazu geschrieben, wieso unsere Verletzlickeit wundervoll ist

 

Also, was hältst du davon? Konnte ich dich überzeugen? Lass mir ein Kommentar da und schreib mir deine Meinung dazu – lass mir etwas von deinem Gefühl da und bereichere meinen Blog mit einem Stückchen deiner Vielfalt!

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