motivation-disziplin


Motivation, auf dich ist kein Verlass

Mir ist eins bewusst geworden in den letzten Jahren. Motivation ist nicht schlecht, aber sie ist auch nicht der Schlüssel zum Erfolg. Auf Motivation alleine ist kein Verlass. Motivation ist eigentlich ein mieser Freund. Denn dann, wenn du ihn am meisten brauchst, ist er nicht mehr da. Erfahre in diesem Blogbeitrag was dir wirklich hilft langfristig am Ball zu bleiben, was ich durch die Motivationslüge gelernt habe und was du anders machen kannst als der Großteil der Menschen, um deine Ziele wirklich zu erreichen. Ob ich mittlerweile einen neuen Freund gefunden habe, der mich begleitet oder ob ich noch der Motivation hinterher trauere erfährst du jetzt.

„Dein Körper kann alles schaffen, es ist dein Geist den du überzeugen musst“

 

Du bist nicht motiviert genug, sagten sie

An jeder Ecke lauert die Motivation auf uns. Motivation mehr Sport zu machen, Motivation abzunehmen, Motivation mehr zu schlafen, Motivation sich gesünder zu ernähren. So oft höre ich: mir fehlt einfach die Motivation. Wo ist sie denn nur, wenn wir sie am dringendsten brauchen? Hast du dich das auch schonmal gefragt? Den ganzen Tag so motiviert gewesen, heute Abend nur noch Low Carb zu essen und dann findest du dich mit einer Tüte Chips vor Netflix wieder? Hast du dir die schönsten Bilder ausgemalt was alles passiert, wenn du ab morgen ins Fitnessstudio gehst? Sportklamotten bestellt, eine neue Trinkflasche und die besten Fitnessstudios in Town gecheckt, um am nächsten Tag festzustellen, dass du dich schwermütig, unmotiviert und frustriert fühlst? Wie gelingt es bloß den anderen, habe ich mich lange Zeit gefragt. Es gibt diese Menschen, von denen du weißt: heute vorgenommen, morgen umgesetzt. Ich bin wohl einfach nicht motiviert genug… habe ich lange Zeit gedacht.

 

Meine Motivation kann mich nicht täuschen

Kennst du diese Momente, wo du dir dein neues Vorhaben in kleinsten Schritten ausmalst? Du gehst jeden einzelnen noch so kleinen Schritt durch, du erlebst diese Momente schon ganz wahrhaftig. Ich hatte mir vorgenommen ab jetzt gesünder zu leben und abends kein Brot mehr zu essen. Ich wollte gesünder und vitaler werden, nichts mehr Schweres vor dem zu Bett gehen essen und langfristig auch so noch ein paar Kilos verlieren. Ich habe es mir vorgestellt, im kleinsten Detail geplant was ich stattdessen esse, was ich leckeres kochen kann, wie ich mich fühlen werden, habe mir einen Wochenplan geschrieben, um meine Umsetzung noch einfacher zu machen. Ich war hoch motiviert und 100%ig davon überzeugt, dass das ein neuer Abschnitt in meinem Leben wird. Ich fing auch wirklich damit an, aber schon nach ein paar Tagen verließ mich die super Motivation, die ich noch vor Kurzem verspürt hatte. Langsam schlich sich dann doch wieder die Stimme ein, der ich nicht standhalten konnte, die mir immer wieder zuflüsterte: „hmmm… lecker Brot. Ein leckeres Avocado-Brot zum Abendessen hin und wieder kann doch nicht schaden“. Ich fühlte mich schlecht. Ich hatte das Gefühl versagt zu haben, schwach zu sein und nicht das umzusetzen was ich mir vornahm. Ich kam dem Geheimnis „Motivation“ immer noch nicht näher… dass sollte sich aber bald ändern.

 

Wieso Motivation ein schlechter Freund ist

Daraufhin versuchte ich ein weiteres Ziel anzugehen. Joggen. Das hingegen funktionierte im Vergleich zu meinem „Brot-Versuch“ fabelhaft. Woran lag das bloß? Ich habe mir einen Laufplan erstellt, der gut zu meinen damaligen Arbeitszeiten passte und ich lief nach Plan 😊 Auch wenn es regnete oder ich sehr erschöpft vom Tag war. In vielen Situationen fällt es uns so einfach motiviert zu sein und in anderen nicht. Ich kam dem Rätsel so langsam auf die Spur. Es gab nämlich Tage an denen ich überhaupt nicht motiviert war zu laufen und es trotzdem tat und versuchte den unmotivierten Teil in mir einfach zu ignorieren. Es hat funktioniert. Ich bin gelaufen, ich habe es einfach getan. An anderen Tagen konnte ich beobachten, dass ich zu meinem Laufprogramm auch noch motiviert war und es hat umso leichter funktioniert. Ich habe aus dieser Beobachtung gelernt, dass mich mein Freund, die Motivation, mal super unterstützt und wenn ich ihn eigentlich wirklich brauche, Null verlass auf ihn ist. Das war meine 1.Erkenntnis zum Thema Motivation.

 

Motivation als einen schönen Zusatz nutzen – nicht als Voraussetzung

Du kannst in den unterschiedlichsten Momenten deines Lebens beobachten, ob du motiviert bist oder nicht. Du kannst auch rückblickend mal überlegen, wann du nicht motiviert warst und es trotzdem getan hast und wann du es nicht getan hast. Welche Auswirkungen hatte es auf deine Stimmung und dein Sein? Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass wir nur motiviert sein müssen, um alles erreichen zu können was wir möchten. Motivation hilft, Motivation macht es dir leichter, aber es ist nicht die Motivation, die dich jeden Tag abliefern lässt oder dich bei Laune hält, wenn es mal nicht so läuft, wie du es dir wünscht. Was ist es denn dann? …ich höre dich die Frage stellen 😊

 

Das ist deine kraftvollste Power-Waffe, die jede Motivation schlägt

Motivation ist leicht zu entwaffnen, ob sie kommt oder nicht ist nie wirklich vorauszusehen. Auch wenn du jetzt absolut motiviert bist, heute Abend etwas zu tun, bedeutet das noch nicht, dass das auch passieren wird. Wir wünschen es uns und wir meinen auch in diesem Moment der Motivations-Hochphase, dass genau das eintreten wird, aber wahrscheinlich hast du auch schon mal gegensätzliche Erfahrungen gemacht. Das was dich wirklich ins Handeln bringt ist DISZIPLIN. Denn wenn du Disziplin hast, wirst du auch aufstehen, egal ob du in diesem Moment motiviert bist oder nicht. Du machst es einfach. Gelangweilt, gestresst, erschöpft…du packst deine Sachen und fährst zum Beispiel ins Fitnessstudio. Ich habe mich gefragt, warum ich das tue und wieso ich bei der einen Sache disziplinierter bin als bei der anderen? Habe ich nicht entweder Disziplin oder habe keine? Und als ich mir anfing noch tiefere Fragen zu stellen wurde es immer interessanter.

„Motivation bringt dich dazu anzufangen, Disziplin lässt dich niemals aufhören.“

 

Wenn du dein Warum kennst, brauchst du keine Motivation

Ausgehend von meinem Lauf-Beispiel möchte ich erklären, wieso du eigentlich überhaupt keine Motivation brauchst und die ganze Motivation, die du dir versuchst anzutrainieren oftmals verpuffte Energie ist. Sie kann viel besser direkt in die Umsetzung gesteckt werden. Ich hatte ein klares Ziel. Ich wollte mich mental fitter fühlen, körperlich ausgelastet, um den langen Weg bis zur meiner Kündigung so ausgeglichen wie möglich zu verbringen. Ich hatte große Sorge, dass die Belastung bis zu meinem letzten Arbeitstag zu hoch werden könnte und war davon überzeugt, dass ich durchs tägliche laufen meine unausgeglichenen Energien viel besser im Griff habe und den Arbeitsalltag mit mehr Ausgeglichenheit überstehen kann. Ich lief, Tag ein, Tag aus. Mit einem klaren Ziel, ich wusste warum ich es tat und das ganze Rätsel, um die Motivation lüftete sich allmählich. Ich fing an, andere Beispiel aus meinem Leben zu reflektieren und mir fiel auf, dass ich meinen Zielen viel näher gekommen war, sobald ich mein Warum und mein Ziel klar definiert hatte.

 

Was dir alle über Motivation verschweigen

Motivation kommt und geht. Sie bleibt manchmal länger, manchmal kürzer, aber Fakt ist, dass Motivation kein Tool ist auf das du dich längerfristig verlassen solltest. Denn sie kann tricky sein und dich in Momenten verlassen, in denen du sie am meisten brauchst. Motivation ist eine super gute Unterstützung und ich spüre große Dankbarkeit, wenn ich sie fühle und ich somit die Möglichkeit habe viel effektiver und schneller an mein Ziel zu kommen. Motivation geht nicht Hand in Hand mit anderen Eigenschaften. Motivation ist eigentlich ein Einzelgänger. Ich habe herausgefunden, dass aus anfänglicher Motivation, wenn du Glück hast, Gewohnheit wird und aus Gewohnheit eine Routine die sich in deinen Alltag integriert. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn Routinen sind meistens an regelmäßige Abläufe gebunden und sobald sich etwas in deinen Abläufen ändert ist deine Gewohnheit in „Gefahr“. Um der Motivation und den Gewohnheiten zu trotzen, mache die Disziplin zu deinem besten Freund.

 

Disziplin ist dein wahrer Freund

Du kannst dich auf deine Disziplin verlassen, sobald du deine falschen Freunde entlarvst und dich nur auf die Disziplin konzentrierst. Ich habe herausgefunden, dass mein Fokus überwiegend auf meiner angeblich fehlenden Motivation lag und ich mir selbst die Möglichkeit nahm, mich mit meiner Disziplin anzufreunden. Viel zu schnell schob ich es in die Kategorie: “nicht motiviert genug“ oder „keine Motivation“. Ich habe auch nicht weiter darüber nachgedacht bzw. mich immer und immer wieder gefragt, wieso ich denn nicht motiviert bin. Als ich anfing zu verstehen, dass Disziplin die wahre Eigenschaft ist, die mir hilft, meine Ziele zu erreichen, fing ich an mich mit ihr zu beschäftigen. Ich habe von „eiserner Disziplin“ gehört und viele Interviews von Sportlern gelesen, die gefragt wurden, wie sie sich immer wieder motivieren. Und wisst ihr was die meisten antworteten? „Es ist nicht die Motivation, sondern die eiserne Disziplin, die mich jeden Tag trainieren lässt“. Umso mehr Infos ich hatte, umso klarer wurde mir das Rätsel, dass ich mir aufgestellt hatte. Fokus verlagern und glücklich sein, wenn ich Motivation verspüre – mich aber dann auf die Disziplin konzentrieren. Auf einmal machte es so viel Sinn.

 

Langanhaltende Motivation ist Disziplin

Ich hörte Menschen sagen: „du bist aber motiviert jeden Tag laufen zu gehen“ und ich war alles andere als motiviert. Es gab Tage, an denen mein innerer Schweinhund so groß war und ich ihn sagen hörte: „es ist kalt, fahr nach Hause, es regnet, koch dir lieber einen Tee, ein Tag Pause schadet dir nicht, du musst auf dich aufpassen… nicht das du dich zu sehr herausforderst.“ Es gab Tage an denen war mein Kopf voll mit all diesen Stimmen und weit und breit keine Motivation. Und ich habe verstanden, dass es ein weitverbreitetes Statement ist zu sagen: „du bist aber motiviert“. Ich bin trotzdem gegangen, denn mein Warum war grösser als meine Stimmen im Kopf. Es war die Disziplin die ich langsam, Tag für Tag, trainierte und die mich auf Kurs hielt. Ich habe mir die Disziplin, wie einen Beinmuskel vorgestellt, den ich täglich beim Laufen trainiere. Umso stärker ich sie trainiere, umso stärker wird mein Wille, der dann viel einfacher gegen meine Stimmen, die 1000 schöne andere Sachen für mich planen, wenn es mall wieder kalt und stürmig ist, ankämpfen kann. 😊 Und so „motivierte“ ich mich. Tag ein Tag aus. Ich hatte ein Ziel. Bis zu meinem letzten Arbeitstag jeden Tag laufen zu gehen. Und das tat ich.

 

Motivation hört sich schön an, Disziplin nach Arbeit

Gesellschaftlich betrachtet ist mir aufgefallen, dass Motivation einen sehr attraktiven positiven Nebeneffekt hat. Menschen sind von Motivation begeistert. Sie schauen zu motivierten Menschen auf. Disziplin hingegen wird oftmals mit großer Anstrengung, Härte, Strenge und viel Aufwand verbunden. Disziplin ist nicht sexy. Hast du dich schon mal so richtig gefreut, als du einen hoch motivierten Tag hattest und dich vielleicht auch sagen hören: „Wow, ich bin super motiviert“ …und ein ganz warmes Gefühl hat sich breitgemacht? Ist dir das auch schon mal mit Disziplin passiert? Ich konnte beobachten, dass bei den meisten Menschen Disziplin ein nüchternes, eher anstrengendes Gefühl auslöst.

 

Disziplin ist das neue cool

Disziplin ist Freiheit. Einmal trainiert und durchgezogen, gibt sie dir die größte Freiheit, denn du bist nicht mehr von der Motivation oder von der Gewohnheit abhängig. Du weißt einfach, dass egal wie die Umstände sind, du es trotzdem machen wirst. Hört sich das nicht fantastisch an? Du willst es, du machst es. Nichts kann dich aufhalten. Hierbei ist ganz wichtig zu verstehen, dass es nicht um das geht, was du letztendlich leistest. Anhand meines Laufbeispiels habe ich gelernt, dass an sehr schlechten Tagen, es auch völlig ok war keine 8 km zu laufen, sondern nur 3 km. Es geht nicht darum über deine Grenzen zu gehen, wenn du wirklich nicht kannst. Ein bisschen, ist mehr als nichts und du überwindest in diesen Momenten trotzdem deinen Schweinhund und deine inneren Stimmen die sagen: „Heute musst du wirklich nicht laufen gehen.“. Du trainierst deinen Disziplinmuskel ein kleines bisschen mehr. Ich war danach immer sehr stolz auf mich, habe mich stark gefühlt und das schönste Gefühl war, dass ich meine Versprechen eingehalten habe. Das gibt Selbstvertrauen. Hier bekommst du ausführliche Tipps Rund ums Thema Selbstdisziplin, wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest.

 

Meine Tipps – wie du eiserne Disziplin liebevoll anwenden kannst

Als aller erstes ist zu sagen, dass Motivation nicht schlecht ist. Motivation gibt uns die Möglichkeit zu erfahren, wofür wir uns überhaupt begeistern wollen und was wir umsetzen möchten. Motivation ist dein Start. Hier beginnt alles.

  1. Nutze alle Möglichkeiten die dir die Motivation liefert. Ernährungspläne, Fitnessprogramm, dein Business zu planen und erste Ideen zu sammeln.
  2. Nutze die ganze Energie, die du in dieser Phase bekommst, um dein warum zu definieren und finde für dich heraus, woher dein Warum kommt. Frage dich, ob es nur ein momentanes Gefühl ist oder ob es ein tiefliegender Wunsch, eine Sehnsucht, ist.
  3. Motivation ist sehr emotional. Dieses Hochgefühl kann schwer täglich aufrechterhalten werden, deshalb ist folgendes sehr wichtig. Schreibe dir in dieser Phase alles auf. Erstelle dir eine Mindmap mit all deinen Gedanken und Ideen. Das wird dich dabei unterstützen am Ende der Motivationsphase zu entscheiden, was dir wirklich wichtig ist und was einfach nur schön war mal durchzuspielen und Bilder zu kreieren.
  4. Am Ende deiner Phase, kannst du selber bewerten und einschätzen, wieviel Aufwand und Energie du in die einzelnen Ideen stecken möchtest. Schon in dieser Phase ist es wichtig, dich mit deiner Disziplin anzufreunden und dich nicht nur auf deine Motivation zu verlassen. Je nach Ziel wird es einige Wochen, wenn nicht auch Monate dauern, bis du es erreichst. Frage dich, welche Disziplin du genau dafür aufbringen musst und für wie lange.
  5. Fang am besten mit einer Sache an, die du dir am besten vorstellen kannst und die sich für dich am besten anfühlt. Setze dir ein realistisches Ziel und schreibe dir dazu noch mal ganz detailliert dein Warum auf. Die Visualisierung wird dich besonders in schwierigen Situation unterstützen können, wenn die Stimmen im Kopf überhand gewinnen wollen.
  6. Wie gehst du in den einzelnen Schritten vor? Was passt zu dir? Wie willst du es umsetzen? Schreibe dir alle kleinen Zwischenschritte auf.
  7. Und jetzt kann ich nur noch sagen, Leg los. Du hast ein Ziel. Lese es dir immer wieder durch. Mache weiter. Lass dich nicht abhalten. Du hast es sehr genau durchdacht und geplant.
  8. Disziplin ist cool. Sie stärkt dich, sie gibt dir Selbstvertrauen, sie gibt dir die Kraft und das Durchhaltevermögen das du brauchst, um zu erreichen was du möchtest.
  9. Viele Studien haben belegt, dass diszipliniertere Menschen langfristig glücklicher und erfolgreicher sind. Sie verdienten mehr Geld, sie waren gesünder und schlanker, sie nahmen weniger Drogen und führten stabilere Beziehungen. Ist das nicht eine tolle Motivation? 😊 Es gibt den berühmten Marshmallow Test. Der Marshmallow Test gehört zu den bekanntesten Experimenten der Psychologie und wurde von Walter Mischel erfunden.

 

 

Diese Ressourcen empfehle ich dir, für mehr Informationen zu diesem Thema:

  • Wie du deine Ressourcen am besten nutzt, kannst du hier nachlesen.
  • Selbstdisziplin, 15 Tipps für dauerhafte Selbstdisziplin. Ein ausführlicher Artikel der dich in deinem Vorhaben unterstützt.
  • Für die Studienbegeisterten: Studien, die belegen, dass dich Disziplin langfristig glücklicher macht.
  • Hier kannst du mehr über Walter Mischel lesen, der ein renommierter Persönlichkeitspsychologe und der Erfinder vom Marshmallow Test ist.
  • Zu diesem interessanten Test gibt es auch ein Buch, dass noch tiefer in das Thema einsteigt. Dieses Buch zeigt, wie Selbstdisziplin unsere Persönlichkeit prägt – und wie sie uns dabei hilft, unser Leben zu meistern.

 

Seitdem ich herausgefunden habe, dass Disziplin cool ist und sie mir täglich hilft und mich unterstützt, gehe ich der Motivationsfalle nicht mehr so auf den Leim. Ich bin fokussierter, unabhängiger, weil ich mich nicht mehr frage, ob ich motiviert bin oder nicht. Stattdessen nutze ich motivierte Phasen, als Inspirationen, um neue Ideen zu kreieren und mich inspirieren zu lassen. Ich hoffe, ich kann dich dazu „motivieren“, mehr Bewusstsein für die einzelnen Phasen aufzubringen und dich viel klarer wahrzunehmen. Mir hat es sehr geholfen zu verstehen, dass ich nicht auf meine Motivation warten muss, um aktiv zu werden.  Vielleicht konnte ich dich von der „Motivationslüge“ ein bisschen befreien und du fängst an deine Ideen und Pläne anders zu bewerten und dich mit der Disziplin anzufreunden.

Author

6 Comments

  1. Liebe Julia,
    ich bin so froh, dass ich über Instagram zu dir finden durfte.
    Ich habe mich auch lange gefragt, was mit mir nicht stimmt. Warum ich nichts richtig durchziehen kann und meine eigentlichen Ziele nicht erreiche.
    Ich dachte immer, es liegt bestimmt daran, dass mein Warum einfach zu schwach sei und deshalb die Motivation nicht dauerhaft an meiner Seite ist.
    Zu erkennen, dass Motivation allein nicht ausreichen kann, hat alles verändert!
    Ich danke dir von Herzen für deinen wunderbaren Blog, er ist eine wunderschöne Bereicherung!
    Deine Art zu schreiben reisst mich richtig mit!
    Vielen Dank für deine wunderbare Arbeit! 🙏
    Lieben Gruß
    Bianca

  2. Liebe Julia,
    danke für den interessanten Artikel. Ich halte das Warum schon für sehr wichtig. Mir sind in letzter Zeit mehrere Dinge gelungen. Ich habe mir Portugiesisch beigebracht (und halte es jetzt auf einem Level von ca. B2), zu rauchen aufgehört und übe seit über einem Jahr Keyboard.
    Ich möchte über das Keyboard schreiben. Mein Leben lang liebte ich Musik, hab mich aber nie rangetraut, ein Instrument zu lernen. Bis ich irgendwann mal dachte, mit 30, jetzt reichts. Ich will das auch können. Ich will Songs schreiben, in einer Band sein, Musiker kennen lernen. Ich will zu diesen Menschen dazugehören, die ich bewundere. Seitdem lerne ich es, habe solche “Keyboardschulen”, Hefte mit Übungen und Liedern, die ich durcharbeite. Das geht jetzt seit 1 1/4 Jahr und ich habe mit Band 3 angefangen. Das ist noch lange von den langfristigen Zielen entfernt, aber auch schon viel mehr als am Anfang. Zur Zeit beruhigt es mich auch, mir alle Zeit der Welt dafür zu nehmen, denn die Vorstellung, jetzt vor anderen spielen zu müssen, ist sehr beängstigend. Gut zu wissen, dass ich Zeit zum Üben habe. Und an diesen Heften kann ich mich gut “langhangeln”. Aber mir sind noch weitere Aspekte beim Üben aufgefallen. Ich höre Musik ganz anders, höre “mein” Instrument raus, beginne zu verstehen, was es für ein wahnsinniges Gefühl sein muss, Teil des Ganzen zu sein.
    Ich lerne auch Geduld. Am Anfang dachte ich, mir zerreißt es die Hand, wenn ich den G7-Akkord greifen muss. Jetzt greife ich ihn (und viele andere) ohne hinzuschauen. Mit der Zeit lernt man immer etwas, ganz sicher. Irgendwann werde ich mich auch an das Spielen vor anderen herantrauen. Noch verspiele ich mich sehr oft und bin noch nicht mit dem Instrument “zusammengewachsen”. Aber das kommt noch.
    Also, ich glaube, Liebe, Hingabe und Ziele sind auch wichtig. Und dass es das eigene Unterbewusstsein will, z. B. braucht man mir mit Joggen oder Diäten nicht zu kommen, ist gerade überhaupt nicht mein Thema (vielleicht irgendwann mal). Es ist vielleicht auch gut, wenn man zu viel Schweinehund hat, zu sehen, warum, ob man überhaupt das Richtige gewählt hat. Bei meinem Keyboard fühle ich es einfach, dass ich es liebe, das ist so was Unterschwelliges. Wenn es das Richtige ist, dann mit Disziplin durchziehen 🙂
    Liebe Grüße
    Tina

    • Julia Reply

      Wow! Was für eine tolle Geschichte! Danke, dass du sie mit uns teilst. Da sieht man mal wieder wie individuell jeder Mensch ist und was man alles lernen kann 🙂

  3. Wow, ein toller Artikel, vielen Dank!

    Mir ist aufgefallen, dass meine Disziplin sehr ungleich verteilt ist: manche Dinge fallen mir total leicht (z.B. seit Jahren streng vegan leben), aber bei anderen Dingen (wie zum Beispiel bei Projekten, bei denen ich glaube Erwartungen erfüllen zu müssen) sieht es ganz anders aus. Da muss ich den Disziplinmuskel wirklich mal mehr trainieren!

    Viele Grüße,
    Jana

    • Julia Reply

      Hey liebe Jana!
      Freut mich mega, das dir der Artikel gefällt und die Situation die du beschreibst, kenne ich nur zu gut…. das eine kommt von Herzen (vegan) und das andere ist ein wenig fremdbestimmter und an Erwartungen geknüpft und genau das wird es oft kritisch. Ich glaube, der Disziplinmuskel braucht regelmäßiges Training, sonst baut der schnell wieder an Stärke ab 🙂
      Ganz liebe Grüße,
      Deine Juli

Write A Comment